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Deutsch lernen mit Nachrichten, 26 06 2019 – langsam gesprochen



US-Sonderermittler Mueller wird vor Kongress aussagen

Der US-Sonderermittler in der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump, Robert Mueller, wird sich den Fragen des US-Kongresses stellen. Mueller habe sich bereit erklärt, am 17. Juli im Justiz- und Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses öffentlich auszusagen, teilte der demokratische Vorsitzende des Justizausschusses, Jerry Nadler, mit. Mueller hatte bei seinen fast zweijährigen Ermittlungen zwar keine Belege für illegale Geheimabsprachen von Trumps Wahlkampfteam mit Russland gefunden. Vom Verdacht strafbarer Justizbehinderung entlastete er Trump aber auch nicht.

USA hoffen auf baldiges Friedensabkommen mit den Taliban

US-Außenminister Mike Pompeo ist kurz vor der nächsten Gesprächsrunde der USA mit den Taliban im Golfemirat Katar nach Afghanistan gereist. Auf Twitter teilte Pompeo mit, er habe mit Präsident Aschraf Ghani “produktive Diskussionen” geführt. Thema seien der Friedensprozess mit den radikalislamischen Taliban gewesen und die Notwendigkeit, glaubwürdige Wahlen abzuhalten. Pompeo äußerte vor Journalisten zudem die Hoffnung, dass noch vor dem 1. September ein Friedensabkommen erzielt wird. Der Besuch in Kabul war, wie bei solchen Besuchen üblich, vorab nicht öffentlich angekündigt worden.

Hilfswerk UNRWA sammelt 110 Millionen Dollar Palästinenserhilfe

Bei einer Geberkonferenz in New York hat das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA mehr als 110 Millionen Dollar Spendengelder eingesammelt. Dies sei ein wichtiger Schritt, sagte UNRWA-Generalkommissar Pierre Krähenbühl. Um die Arbeit im laufenden Jahr zu finanzieren, sei aber noch mehr Geld nötig. Die größten Beträge sicherten die EU, Deutschland und Großbritannien zu. Das UNRWA war in finanzielle Schwierigkeiten geraten, nachdem die USA als bislang größter Geldgeber ihre Zahlungen für die Palästinenserhilfe eingestellt hatten. Das UNRWA benötigt laut eigenen Angaben pro Jahr 1,2 Milliarden Dollar.

US-Repräsentantenhaus stimmt für Freigabe von Hilfsgeldern für Migranten

Das US-Repräsentantenhaus hat für die Freigabe von 4,5 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern für die Migranten an der Grenze zu Mexiko gestimmt. Die demokratische Vorsitzende Nancy Pelosi sagte, das Geld solle Essen, Kleidung, eine medizinische Versorgung und Unterkünfte für Migrantenkinder sicherstellen. Die Mehrheit der republikanischen Abgeordneten war gegen den Text. Zuletzt hatten Berichte über katastrophale Zustände in einem Lager für minderjährige Einwanderer in Texas für scharfe Kritik gesorgt. Der Chef der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde, John Sanders, kündigte seinen Rücktritt an.

Bolsonaro zieht Dekret zu lockerem Waffenrecht zurück

Brasiliens ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro hat ein umstrittenes Dekret zur Lockerung des Waffenrechts zurückgezogen. Das Dekret hatte es Millionen von Brasilianern ermöglicht, Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen. Der Senat hatte bereits vor einer Woche dafür gestimmt, die Verordnung außer Kraft zu setzen. Auch juristisch war das Dekret umstritten. Für diesen Mittwoch war eine Verhandlung des Obersten Gerichts angesetzt, das prüfen wollte, ob die Bestimmungen mit der Verfassung vereinbar sind. Brasilien gehört zu den Ländern mit den weltweit höchsten Mordraten.

Dänemarks linke Parteien einigen sich auf Regierungsabkommen

Die Sozialdemokratin Mette Frederiksen wird neue dänische Ministerpräsidentin. Nach fast dreiwöchigen Verhandlungen einigte sie sich mit den weiteren Parteien des linksgerichteten Lagers auf ein Regierungsabkommen, wie die 41-Jährige im Beisein der anderen beteiligten Parteichefs bekanntgab. Ihre Partei wird demnach eine Minderheitsregierung bilden, der die weiteren Parteien des Mitte-Links-Blocks Unterstützung zugesagt haben. Frederiksens Sozialdemokraten waren bei der Parlamentswahl stärkste Kraft geworden. Sie wird nun die jüngste Regierungschefin in der Geschichte des Landes.

Italienerinnen und Niederländerinnen im Viertelfinale der Fußball-WM

Europameister Niederlande und Italien komplettieren das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich. Als letztes Team erreichten die Niederlande in Rennes mit einem 2 zu 1 Sieg gegen den WM-Zweiten Japan die Runde der besten acht Mannschaften. In Montpellier hatte sich zuvor Italien gegen China 2 zu 0 durchgesetzt.

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